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Das Feuerwehrauto aus dem Internet
04.07.2011 Ort: Altdrossenfeld Von: Dieter Hübner
Übergabe Es ist zwar mittlerweile gängige Praxis, Artikel für den täglichen Bedarf im Internet zu bestellen. Aber ein Feuerwehrauto? Die Wehr in Altdrossenfeld hat es probiert - und es hat funktioniert.
Strahlende Gesichter bei der Übergabe des Unimog für die Feuerwehr Altdrossenfeld. Unser Bild zeigt (von links) 3. Bürgermeister und 2. Vorsitzenden Heinz Kürschner, Landrat Klaus Peter Söllner, Kreisbrandmeister Thomas Hofmann, Bürgermeister Dieter Schaar, Kommandant Mike Kühnert, Kreisbrandrat Stefan Härtlein und Vorsitzenden Bernd Amann.
Foto: Dieter Hübner
Nur fünf Wochen hat es gedauert, dann hatte man sich gegen zwei weitere Mitbewerber durchgesetzt - und das Löschfahrzeug, ein geländetauglicher, 24 Jahre alter Unimog, wurde ausgeliefert. Im Frühjahr 2008 hatte Vorsitzender Bernd Amann bei der Gemeinde den Antrag eingereicht und damit begründet, dass ein ausreichender Feuerschutz nicht mehr ständig gewährleistet sei, weil der Zugriff auf die Zugmaschine des einzigen noch praktizierenden Landwirts trotz dessen Verständnis und Entgegenkommen zunehmend Probleme bereite. Dann ging alles sehr schnell: Kommandant Mike Kühnert stellte Anfang des Jahres eine Suchanzeige ins Netz. Schon kurz darauf meldeten sich die Feuerwehrkameraden aus St. Grund im Harz, die gerade ihr Fahrzeug ausmusterten. Der Kontakt war schnell hergestellt, das Fahrzeug wurde besichtigt, für tauglich befunden und am 28. Februar zugelassen.
Zum Feuerwehrtag im Topzustand
Nach dem zusätzlichen Einbau einer Funkeinrichtung, einigen Schönheitsreparaturen in Eigenregie und ausgiebigen Bewegungsfahrten (Originalton des Bürgermeisters: "Wir konnten das an den eingereichten Kraftstoffrechnungen erkennen") erstrahlte das "alte" Fahrzeug rechtzeitig zum 21. Gemeindefeuerwehrtag in einem optisch optimalen Zustand, wurde von Pfarrer Klaus Bergmann gesegnet, und von Bürgermeister Dieter Schaar (FW) offiziell übergeben. Schaar sprach von einem "Meilenstein und einem stolzen Tag in der 105-jährigen Geschichte der Altdrossenfelder Wehr". "Wichtig war für uns auch, dass das neue Fahrzeug in das Feuerwehrhaus passt", ergänzte er schmunzelnd. Kommandant Mike Kühnerts Dank galt der Gemeinde, "die zwar ein gebrauchtes Fahrzeug beschafft hat, das aber für uns ein Neues ist." Er regte ein engeres Zusammenrücken der Wehren im Ortsbereich und der Nachbarschaft an: "Die Zeiten, in denen jede Ortsfeuerwehr ihr eigenes Süppchen kocht, sind definitiv vorbei. " Vor allem appellierte Kühnert an die Neubürger, in der Feuerwehr mitzuarbeiten.
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